Antibiotika und Sport?

Bisschen Schnupfen, Kopfweh und Halsschmerzen… aber man fühlt sich immer noch fit und geht zum Sport. Nächsten Morgen sieht das Ganze aber anders aus und du musst zum Arzt.

Konsequenz: dicke Lungenentzündung eingefangen – was hilft nun? Antibiotika. Na toll.

Was sind überhaupt Antibiotika?

Antibiotika sind Arzneimittel, die hauptsächlich eingenommen werden, um schädliche Bakterien abzutöten, gegen die der eigene Körper nicht mehr ankommt. Jedoch ist hier das Problem, dass nicht nur die schlechten Bakterien getötet werden, sondern auch die guten Bakterien der Darmflora. Diese sind zuständig für das funktionieren des Immunsystems und für die körpereigene Vitaminversorgung.

Obwohl du dich wieder fitter fühlst, solltest du während der Einnahme von Antibiotika auf Sport verzichten, da eine weitere Ausbreitung der Krankheitserreger verursacht wird und sogar zu einer Herzmuskelentzündung führen kann.

Das bedeutet aber nicht, dass du komplett außer Gefecht bist:
ruhige Spaziergänge sind dagegen nicht bedenklich, sofern du nicht außer Atem kommst und nicht zu sehr ins Schwitzen kommst.

Also, was ist nun zu beachten?

  • Bewegung ist erlaubt, aber keine anstrengenden Sporteinheiten – halte mit Spaziergängen deinen Stoffwechsel und Kreislauf auf trapp
  • Warte noch zwei bis drei Tage nach der Einnahme, bevor du wieder mit Sport beginnst
  • Beginne langsam wieder mit deinem Training und hör auf deinen Körper
  • Eine ausgewogene und gesunde Ernährung während der Einnahme ist unabdingbar, versorge deinen Körper außerdem mit reichlich Flüssigkeit

Auf die Plätze, fertig, los?

Nach der Antibiotikaeinnahme ist es wichtig auf seinen Körper zu hören und langsam mit dem Training zu starten, denn es kann die Gefahr bestehen, dass man einen Infekt verschleppt und man erneut flach liegt und wieder nicht zum Sport kann. Also langsam starten.

Antibiotika bekämpfen nicht nur die krankmachenden Bakterien, die in den Körper eindringen und sich vermehren, sie wirken auch gegen die nützlichen Bakterien, die auf unseren Schleimhäuten und unserer Haut leben. Dementsprechend haben diese Medikamente auch Nebenwirkungen, was aber nicht heißt, dass die bei allen auftreten müssen.

Typisch dafür sind:

  • Allergische Reaktionen auf der Haut wie Juckreiz und Rötungen
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen

Deshalb ist es wichtig vor und vor allem nach der Einnahme von Antibiotika das Immunsystem zu stärken und den Darm auf Vordermann zu bringen. Dafür musst du nicht direkt zu der nächsten Pillenpackung greifen, viel mehr kannst du deine Darmflora durch die richtige Ernährung steuern.

Ernährung ist mal wieder das A&O

Starten kannst du mit leicht verdaulichen Lebensmitteln wie Kartoffeln, weicht gekochten Eiern und Gemüse wie Fenchel oder Blumenkohl, wenig Zucker und kein Alkohol. Dazu kommen ballaststoffreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Spinat und Brokkoli und zum Beispiel getrocknete Früchte. Ebenso hilft Joghurt oder Kefir deiner Darmflora, als auch stilles Wasser oder Kräutertees, wie Fenchel-Anis-Kümmel.

Zusätzlich kannst du deinen Darm während und nach der Antibiotika-Einnahme mit probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen. Die probiotischen Bakterienkulturen enthalten mehrere Bakterienstämme, die allesamt über die normale Nahrung nicht zugeführt werden können.

Dazu kann ich aus eigener Erfahrung OMNI-BIOTIC 10 empfehlen:

4 Empfehlungen für Antibiotika und Sport 1

Einnahme:
Während der Antibiotika-Therapie:      2x täglich 1 Beutel
Nach der Antibiotika-Therapie:              1x täglich 1 Beutel – weitere 14 Tage
Den Inhalt des Beutels in 150ml Wasser einrühren und mindestens eine Minute lang stehen lassen.

Wie du wieder in dein Training starten kannst

 

Gehe es langsam an und starte erstmal mit einer Ganzkörpertrainingseinheit nur mit deinem eigenen Körpergewicht:

Übung 1: Kniebeugen

  • Schulterbreit hinstellen, verlagere dein Gewicht auf die Hacken und beuge kontrolliert deine Beine, dein Oberkörper neigt leicht nach vorne und dein Gesäß schiebst du nach hinten

Übung 2: Liegestütze – Anfänger dürfen dabei die Knie auf dem Boden absetzen

  • gehe in die Liegestützposition und bilde mit deinen Beinen, Oberkörper und deinem Kopf eine gerade Linie, spanne deinen ganzen Körper an und senke deinen Körper zu Boden

Übung 3: Ausfallschritt mit Rotation

  • mache einen großen Ausfallschritt nach hinten und bewege das hintere Knie Richtung Boden, das vordere Schienbein versuchst du so senkrecht wie möglich zu halten, währenddessen bewegest du dein Oberkörper gegen die Außenseite deines vorderen Beines

Übung 4: Seitstütz

  • lege dich auf die Seite und stütze dich mit dem unteren Ellenbogen und der Seite des Fußes ab, die Hüfte hebst du ebenso vom Boden ab, so dass du eine gerade Linie bildest – spanne die Bauch- und Gesäßmuskulatur an

Übung 5: Hampelmänner

  • stelle dich etwas mehr als schulterbreit hin, hebe deine Arme seitlich deines Körper nach oben und führe sie über dem Kopf zusammen, gleichzeitig springst du leicht vom Boden und ziehst die Beine zusammen

Übungen 6: Planke

  • gehe in den Unterarmstütz, deine Ellenbogen sind direkt unter den Schultern, ziehe dein Becken Richtung Bauchnabel und spanne deine Gesäß- und Bauchmuskulatur an

Versuche Übung 1-6 45 Sekunden durchzuführen. Zwischen den Übungen machst du 20 Sekunden Pause. Wiederhole den Zirkel 3x.

Und falls du mehr Motivation brauchst und nicht alleine trainieren möchtest, kannst du gerne unsere AirFit Outdoor Kurse besuchen.

Auf eine gesunde Darmflore und ein erfolgreiches Training,

eure Irina !

4 Empfehlungen für Antibiotika und Sport 2

Dieser Beitrag wurde von BodyCoach Irina geschrieben.
Ihr Trainer-Profil findest du hier.

Welche Erfahrungen hast du mit Training trotz Krankheit gemacht?
Erzähl’s uns in den Kommentaren.

One Comment

  • Mike sagt:

    Moin, macht weiter so!
    Eure Blogbeiträge sind wirklich interessant. Bin gespannt auf die nächsten Beiträge.
    Mich interessiert das Thema Schnellkraft, vielleicht liest man ja demnächst etwas darüber 🙂
    Gruß, Mike

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